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Nissan-Junkie

Nissan 370Z

Bezahlbare Sportwagen aus Japan – die waren mal eine richtig große Nummer. Doch mittlerweile ist das Angebot ziemlich dünn. Neben dem exotischen Wankelmotor-Mazda RX-8 gibt es hierzulande nur noch die Z-Reihe von Nissan. Jetzt wurden die Modelle aufgefrischt.

 Nissan 350Z

Porsche 911, Chevrolet Corvette. Mercedes SL? Pah! Nach Darstellung von Nissan-Manager Andy Palmer, kommt der erfolgreichste Kraftmeier der Welt aus Japan – genauer gesagt von seinem Brötchengeber: “In fünf Generationen und fast 40 Jahren wurde der Nissan Z zum meistverkauften Sportwagen der Welt.”

Palmers Wettbewerber würden vermutlich eine andere Rechnung aufmachen, aber sei’s drum. Ein globaler Bestseller ist die Z-Serie mit mehr als 1,5 Millionen verkauften Exemplaren allemal. Damit sich daran nichts ändert, legt Nissan sechs Jahre nach dem Comeback des Zweisitzers nach. Formal ist es zwar nur eine Modellpflege, aber weil außer dem Design auch das Format grundlegend verändert wurde, kommt im Juli zu Preisen ab 38.690 Euro ein Auto zu den Händlern, das durchaus als neue Generation der Z-Baureihe bezeichnet werden könnte.

Die Designer arbeiteten die Konturen stärker heraus und gaben Scheinwerfern und Rückleuchten einen markanten Schmiss. Und die Stege im Kühlergrill sollen wohl an die Giftzähne einer Schlange erinnern. Wesentlicher allerdings ist der neue Zuschnitt des 370Z: Zehn Zentimeter weniger Radstand, dabei bis zu sechs Zentimeter mehr Spurweite, ein tieferer Schwerpunkt durch den nach unten gerückten Motor und 32 Kilogramm weniger Gewicht durch den Einsatz von Aluminium machen das Coupé spürbar agiler und aggressiver auf der Straße: Als würde man von alten Abfahrski auf moderne Carver wechseln, wedelt man durch die Kurven und freut sich nach einer Autobahnfahrt über jeden engen Kreisel der Ausfahrt.

Im Zentrum der Kraft steht der bekannte V6-Motor, dessen Hubraum allerdings auf 3,7 Liter aufgebohrt wurde. Das gibt dem Sportler nicht nur den neuen Namen, sondern auch etwas mehr Leistung. Sie steigt um 18 auf 331 PS. Der Verbrauch liegt bei 10,5 Litern. Mit der Leistung steigt auch das maximale Drehmoment. Die Kurve gipfelt bei 366 Nm und sorgt für mächtig Schub: Nur kurz schüttelt sich der Wagen, dann beißen die Hinterräder in den Asphalt, das feine Röhren des Motors wird zum Fauchen und der Zweisitzer schießt binnen 5,3 Sekunden auf Tempo 100. Anders als bei der Konkurrenz von Porsche schieben die Japaner dem Vortrieb bei 250 km/h einen Riegel vor – dabei hätte das Coupé das Zeug für mehr.