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Nissan-Junkie

Nissan hebt Preise an

Nissan-Kunden müssen beim Neuwagenkauf künftig etwas tiefer in die Tasche greifen. Die Japaner berechnen für Micra, Qashqai und Pathfinder zwischen 0,7 und 1,7 Prozent mehr.

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Nissan erhöht die Preise für die Modelle Micra, Micra C+C, Qashqai und Pathfinder. Der durchschnittliche Preisanstieg beträgt beim Micra 0,7 Prozent – künftig müssen die Kunden mindestens 10.990 Euro anlegen, um den kleinsten Nissan ihr Eigen zu nennen. Die offene Micra-Variante C+C wird 1,2 Prozent teurer und schlägt dann mit mindestens 17.690 Euro zu Buche. Die Preise für den Qashqai beginnen ab April bei 19.990 Euro, das entspricht einer Steigerung um 1,1 Prozent. Für den größten Nissan erheben die Japaner auch den kräftigsten Zuschlag: Der Pathfinder wird um durchschnittlich 1,7 Prozent teurer und belastet den Haushaltsetat dann mit mindestens 36.950 Euro.

Nissan-Junkie

Nissan Maxima – Der grosse Unbekannte

Der neue Nissan Maxima QX ist eine Limousine für gesetztere Jahrgänge.

Nissan Maxima

Gleitschirmfliegen ist hip, und Snowboarden ist cool. Das wissen die Verantwortlichen von Nissan. Sie wissen aber auch, dass die Mehrheit der Bevölkerung weder hip noch cool ist. Erstens, weil sie es gar nicht will und zweitens, weil der Mensch irgendwann ein gesetzteres Alter erreicht. Und insofern ist der neue Maxima QX ein grundehrliches Auto. Der deutsche Nissan-Chef Ralf-Toni Pulm erklärte bei der Vorstellung der Sechszylinder-Limousine nämlich frei heraus, man habe das Auto Menschen älterer Jahrgänge auf den Leib geschneidert. Deren Steckenpferde seien nun mal nicht Gleitschirmfliegen und Snowboarden, sondern Wandern und Gartenarbeit.

Rucksack, Wanderstiefel und Rasenmäher finden ihren Platz in einem Gepäckraum, der gegenüber dem Vorgängermodell auf 520 Liter Ladevolumen gewachsen ist. Der Maxima der ersten Generation hatte sein Debüt 1989 gegeben, somit war eine Neuentwicklung dringend notwendig: Nissan hat 1999 nur noch für rund 1100 Exemplare seiner angejahrten Limousine einen Abnehmer gefunden.

Das Resultat der Verjüngungskur braucht sich nicht zu verstecken: Wer sich im dritten Lebensabschnitt noch einmal ein richtig schönes Stück Blech gönnen möchte, das von Stossfänger zu Stossfänger 4,92 Meter Länge misst, muss nicht zwingend auf den Ablauf einer Lebensversicherung warten. Der Einstiegspreis für den Maxima QX comfort liegt bei knapp 47 000 Mark. Für diesen Obolus schnurrt unter der Motorhaube bereits ein V6-Zylindermotor mit zwei Liter Hubraum. Die Top-Version der – ja, man kann sie so nennen – Luxuslimousine aus dem Hause Nissan ist mit einem drei Liter grossen V6-Motor bestückt und ab 59 000 Mark zu haben. Nimmt man das Einstiegsmodell als Vergleichsgrundlage, stellen deutsche Hersteller für diesen Preis gerade mal ein Mittelklassefahrzeug mit Vierzylindermotor vors Haus.

Dennoch werden die Fahrer anspruchsvoller Limousinen sich hier zu Lande weiterhin mit grosser Mehrheit bei einheimischen Marken bedienen. Nissan spielt mit dem Maxima in der zweiten Liga gegen Teams wie Volvo oder Saab und hat als Saisonziel formuliert, sich mit einem Jahresabsatz von 2000 Stück vor den grossen Limousinen von Lancia, Toyota, Mazda und Renault zu platzieren.

Der Maxima QX gibt sich stilistisch elegant und kantenlos, und er trägt auf der Nase einen üppig verchromten Kühlergrill in Form eines Doppelflügels, den Nissan derzeit als Markenzeichen pflegt. Der Innenraum ist grosszügig dimensioniert, und Nissan hat in Anbetracht der Altersklasse der erwarteten Maxima-Passagiere die Sitzposition gegenüber gängigen Limousinen leicht erhöht: Dies soll dem bequemeren Aus- und Einsteigen dienen. Besonders pfiffig ist die diesbezügliche Hilfe für die Hinterbänkler. An der Rückseite der Vordersitzlehne findet sich eine Schlaufe, die man mit der Hand ergreifen und sich so aus den bequemen Fauteuils ziehen respektive sich in dieselben plumpsen lassen kann. Dem Beifahrer steht für diese Prozedur der obligate Haltegriff am Wagenhimmel zur Verfügung, nur den Fahrer hat Nissan vergessen: Ein Griff oberhalb seiner Tür würde den Service für nicht mehr ganz so agile Autofahrer perfekt machen. Etwas geistige Beweglichkeit des Fahrers ist gefragt, wenn er Tankdeckel oder Kofferraum entriegeln will. Die dafür vorgesehenen Bedienelemente verstecken sich in der Seitenverkleidung der Fahrertür derart unterhalb der Griffmulde zum Zuziehen, dass sie unsichtbar sind. Und vermuten würde sie dort auch niemand.

Viel entscheidender ist aber, dass der Maxima alles bietet – und zwar serienmässig -, was man heute von einer gediegenen Limousine erwartet. Lediglich Metalliclack, Automatikgetriebe, Lederausstattung mit Sitzheizung sowie ein Glasschiebedach bedürfen gesonderter Bezahlung. Das Zweiliter-Aggregat leistet 140 PS/103 kW, die Dreiliter-Ausführung 200 PS/147 kW. Der Dreiliter-V6 unterbietet mit 9,5 Litern Normverbrauch knapp die Zehn-Liter-Grenze; der kleinere Motor verbraucht 9,2 Liter Super-Benzin je 100 Kilometer.

Nichts am Nissan Maxima QX ist auffällig, aber sehr vieles an ihm ist gut gelungen. Der Wagen bewegt sich kraftvoll und ruhig, er ist leise und komfortabel. Er ist einer der Stillen im Lande, und er wird auch mit seinem neuen Gesicht ein grosser Unbekannter bleiben.