Nissan lässt den Qashqai wachsen. Nach der fünfsitzigen Version, die im Febraur 2007 ihren Markstart feierte, …

Der Nissan Qashqai wird ab Oktober 2008 als Siebensitzer mit einer dritten Sitzreihe angeboten. Ab 1,60 Meter Körpergröße droht ganz hinten jedoch Kopfweh.
Nissan lässt den Qashqai wachsen. Nach der fünfsitzigen Version, die im Februar 2007 den Start am Markt feierte, präsentieren die Japaner auf der British International Motor Show in London (23. Juli bis 3. August 2008) einen Siebensitzer mit zusätzlicher dritter Sitzreihe. Name: Qashqai+2. Hat Sinn! Der Radstand wurde um 135 Millimeter auf 2,765 Meter verlängert. Die Gesamtlänge des Crossover beträgt dann 4,526 Meter (211 Millimeter länger als der Fünfsitzer), die Höhe 1,643 Meter (38 Millimeter höher). Ab Oktober 2008 soll der Qashqai+2 in Europa verkauft werden. Auch optisch haben die Designer den Bleistift angesetzt: Die Fensterrahmen sind quadratischer, die hinteren Türen länger. Zudem wurde dem kompakten SUV ein schmalerer Grill verpasst, das Panorama-Glasdach wurde um 140 Millimeter verlängert.
Nissan-Kunden müssen beim Neuwagenkauf künftig etwas tiefer in die Tasche greifen. Die Japaner berechnen für Micra, Qashqai und Pathfinder zwischen 0,7 und 1,7 Prozent mehr.

Nissan erhöht die Preise für die Modelle Micra, Micra C+C, Qashqai und Pathfinder. Der durchschnittliche Preisanstieg beträgt beim Micra 0,7 Prozent – künftig müssen die Kunden mindestens 10.990 Euro anlegen, um den kleinsten Nissan ihr Eigen zu nennen. Die offene Micra-Variante C+C wird 1,2 Prozent teurer und schlägt dann mit mindestens 17.690 Euro zu Buche. Die Preise für den Qashqai beginnen ab April bei 19.990 Euro, das entspricht einer Steigerung um 1,1 Prozent. Für den größten Nissan erheben die Japaner auch den kräftigsten Zuschlag: Der Pathfinder wird um durchschnittlich 1,7 Prozent teurer und belastet den Haushaltsetat dann mit mindestens 36.950 Euro.
Gleich mehrere mögliche Defekte zwingen den Nissan Qashqai in die Werkstatt. Der Seiten-Kopf-Airbag kann sich an einer scharfen Kante aufschlitzen, das Heckklappenschloss kann sich ohne Zutun öffnen …

Mehrere mögliche Defekte zwingen mindestens 2589 Nissan Qashqai in die Werkstatt: Airbag, Schloss und Querlenker müssen überprüft werden.
Der Nissan Qashqai muss sich kurz nach seinem Marktstart einer gründlichen Nachuntersuchung unterziehen. Gleich vier Probleme können bei dem neuen Crossover auftreten. So besteht die Gefahr, dass sich der Seiten-Kopf-Airbag beim Entfalten an einer scharfen Kante aufschlitzt und nicht richtig öffnet. Betroffen sind in Deutschland 2589 Autos aus dem Bauzeitraum 4. Dezember 2006 bis 26. Februar 2007. “Zudem können die Querlenker hinten und vorne beschädigt sein. Dadurch lässt sich das Fahrzeug nicht mehr ordentlich manövrieren”, sagte Nissan-Sprecher Michael Schweitzer auf Anfrage von autobild.de. Brechen könnten die Querlenker jedoch nicht. Die Probleme mit dem Querlenker hinten betreffen in Deutschland 1607 Autos, die zwischen 12. Februar und 5. März 2007 gebaut wurden. Der vordere Querlenker muss bei 428 Fahrzeugen überprüft werden, deren Produktionszeitraum zwischen Marktstart und 7. Februar 2007 liegt. Die Halter werden nun über das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) angeschrieben. Eine weitere Serviceaktion betrifft das Heckklappenschloss des Japaners. “Aufgrund eines Fehlers an der Elektronik kann sich das Schloss plötzlich öffnen oder nicht mehr aufgehen”, so Schweitzer. Daher müssen 2298 Qashqai, die zwischen dem Produktionsbeginn und 2. März 2007 gefertigt wurden, eine Ehrenrunde in die Werkstatt drehen. Die Fahrer dieser Autos werden direkt von Nissan angeschrieben.
Ein Golf für alle Fälle? Das war einmal. Heute gibt es für jeden Fall einen anderen Golf: Variant, Plus, und jetzt auch Cross. Hier muss der CrossGolf gegen Mercedes B-Klasse und Nissan Qashqai bestehen.

Heute gibt es für jeden Fall einen anderen Golf: Variant, Plus und jetzt auch Cross. Hier tritt er gegen Mercedes B-Klasse und Nissan Qashqai an.
Reden wir nicht von Designtrends, sondern von Ehrlichkeit. Demnach müssten Nissan und VW die Bezeichnung “Bluff” am Heck tragen. Das würde zwar sicherlich seltsam wirken, würde aber der Wahrheit entsprechen. Denn CrossGolf und Qashqai sehen wie Allradler aus, aber sie sind es nicht. Gut, Toyota hat diesen Täuschungsversuch erfolgreich mit dem RAV4 vorgemacht. Auch der hatte in seiner Basisversion zeitweilig nur Vorderradantrieb. Erfinder der rollenden SUV-Attrappen aber war vor 31 Jahren Matra mit dem Rancho. Um die Verwirrung komplett zu machen: Beim Nissan handelt es sich eigentlich nur um eine halbe Mogelpackung. Denn immerhin gibt es ihn mit den stärkeren Motoren gegen 1850 Euro Aufpreis als Allradler. Das macht den in England gebauten Japaner nicht gleich zur Bergziege, bringt ihn aber weiter als seine Frontantriebs-Brüder. Keinerlei Offroad-Ambitionen meldet die Mercedes B-Klasse an. Sie ist schlicht ein geräumiges Kompaktmodell mit einer erhöhten Sitzposition. Gemeinsam ist den Kandidaten aber der Versuch, die Golf-Klasse auszudehnen, neues Terrain zu erobern. Der Nissan Qashqai lockt als moderne Zwischengröße zwischen dem Wolfsburger Urmaß und der hohen B-Klasse , der geschminkte Hochdach-Golf trägt einfach nur dick auf. So ist sie, die neue Generation Golf. Etwas eitel, aber so kreativ wie nie zuvor.
EuroNCAP hat den Nissan Qashqai vor die Wand gefahren. Ergebnis: Das Crossover-SUV liegt im Insassenschutz ganz vorne. Es erhielt fünf Sterne und 36,8 von 37 Punkten. Bei der Kindersicherheit gab’s vier, für den Fußgängerschutz zwei Sterne.

EuroNCAP hat den Nissan Qashqai vor die Wand gefahren. Ergebnis: Der kompakte Japaner liegt im Insassenschutz ganz vorne.
Der Nissan Qashqai hat beim Insassenschutz das bisher beste Ergebnis aller bislang von EuroNCAP in dieser Disziplin gecrashten Fahrzeuge erzielt. Der Kompakte in SUV-Optik erhielt 36,8 von 37 Punkten in dieser Kategorie – macht fünf von fünf Sternen. Bei der Kindersicherheit erreichte der Crossover vier von fünf möglichen Sternen, für den Fußgängerschutz gab es zwei von vier Sternen. Auch der Kia Carens wurde von den EuroNCAP-Crashtestern unter die Lupe genommen. Der Koreaner erreichte vier Sterne beim Insassenschutz, drei Sterne beim Kinderschutz und nur einen Stern für den Fußgängerschutz.